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Wasseraufbereitung: Gerüche und Korrosion mit dem SEAT 35 beherrschen

In einer Kläranlage, einem Abwasserpumpwerk oder einer Schlammbehandlungsanlage sind Gerüche oft das erste wahrnehmbare Anzeichen eines tieferliegenden Problems: Schwefel- und Stickstoffgase, die sich ansammeln, die Ausrüstung angreifen und die Arbeitsbedingungen verschlechtern. Die Lüftung erfüllt hier eine doppelte Aufgabe: die belastete Luft einschließen und absaugen und der Geruchsbehandlung zuführen – und dabei selbst beständig sein gegenüber dieser aggressiven Atmosphäre. Genau das ist das Einsatzgebiet des SEAT 35.

Gerüche und Korrosion: dasselbe Problem

Die Verfahren der Wasseraufbereitung – Vorbehandlung, Becken, Eindickung und Entwässerung der Schlämme – setzen kontinuierlich Gase und Dämpfe frei: Schwefelwasserstoff (H₂S), Mercaptane, Ammoniak, Methan. Die Schwefelverbindungen sind für den typischen Geruch nach „faulen Eiern“ verantwortlich, den Anwohner wie Betreiber wahrnehmen.

Dieselben Gase sind korrosiv. In Verbindung mit Feuchtigkeit begünstigt H₂S die Bildung saurer Verbindungen, die Metalle angreifen: Laufräder, Gehäuse und Kanäle aus Stahl werden zersetzt, die lufttechnische Leistung sinkt und die Absaugung verliert an Wirksamkeit … was wiederum die Geruchsbelästigung verstärkt.

Ein korrodierender Ventilator bedeutet eine nachlassende Einhausung. Um Gerüche dauerhaft zu beherrschen, ist die Wahl des Ventilatorwerkstoffs ebenso wichtig wie sein Betriebspunkt.

Was ein Ventilator in der Wasseraufbereitung leisten muss

  • 🧪Chemische Beständigkeit gegenüber schwefel- und ammoniakhaltigen Gasen sowie gesättigter Feuchtigkeit.
  • 🔄Dauerbetrieb: Die Absaugung in einer Kläranlage muss rund um die Uhr, 7 Tage die Woche laufen.
  • 📈Eine Druckreserve, um die belastete Luft durch die Kanäle und die Desodorierungsanlage (Gaswäscher, Filter) zu fördern.
  • ⚠️Eine ATEX-Option für gefährdete Bereiche: Vorhandensein von Methan, Lagerung von Chlorfässern.
  • ☀️Witterungsbeständigkeit im Außenbereich, da die Ventilatoren häufig auf dem Dach oder in der Nähe der Bauwerke installiert werden.

Der SEAT 35, entwickelt für korrosive Atmosphären

Der SEAT 35 ist ein Radialventilator aus korrosionsbeständigem Polypropylen mit Direktantrieb (Laufrad direkt auf der Motorwelle montiert). Sein Gehäuse aus Polypropylen eignet sich für die Absaugung korrosiver Gase: Wo ein Metallventilator im Kontakt mit H₂S zersetzt wird, bleibt Polypropylen intakt.

Wichtigste Merkmale

Parameter SEAT 35
Volumenstrom 1.500 bis 9.000 m³/h
Gesamtdruck 200 bis 1.500 Pa
Durchmesser Ansaug-/Ausblasseite 315 mm
Werkstoff Korrosionsbeständiges Polypropylen, UV-stabilisiert (HALS)
Antrieb Direkt
Motoren Asynchronmotoren IP55 von 1,5 bis 7,5 kW · EC-Ausführung IP66 erhältlich
Maximale Temperatur 60 °C
ATEX Ausführung für Zone 2 erhältlich
Prüfungen AMCA 210-85 / ISO 5801

Zur Orientierung nennt das Technische Datenblatt zwei Referenz-Betriebspunkte: 3.770 m³/h bei 290 Pa bei 930 U/min (LpA 59 dB(A) in 3 m) und 5.880 m³/h bei 704 Pa bei 1.450 U/min.

Warum er die Geruchsproblematik löst

  • Er ist dauerhaft beständig im Kontakt mit Schwefelgasen: keine Korrosion von Gehäuse oder Laufrad und damit kein schleichender Rückgang des abgesaugten Volumenstroms.
  • Sein Druckbereich bietet Reserven, wenn die erfasste Luft vor dem Ausblasen ein Kanalnetz und eine Geruchsbehandlungsanlage durchströmen muss.
  • Die Drehzahlregelung (Frequenzumrichter oder EC-Motor) ermöglicht es, den Volumenstrom an den tatsächlichen Bedarf des Bauwerks anzupassen, ohne Überdimensionierung.
  • Die ATEX-Ausführung für Zone 2 deckt Räume mit festgestellter Explosionsgefahr ab. Bei Betrieb mit Frequenzumrichter ist ein PTC-Fühler am ATEX-Motor vorgeschrieben.
  • Die UV-Stabilisierung des Polypropylens erlaubt die Außenaufstellung auf Metallgestell, Wetterschutzkonsole oder Dachbausatz.

Typische Konfigurationen

Abwasserpumpwerke und abgedeckte BauwerkeAbsaugung der eingeschlossenen Luft, um das Bauwerk im Unterdruck zu halten und die Ausbreitung von Gerüchen nach außen zu verhindern.
Schlammbehandlung und -entwässerungErfassung der aus den Schlämmen freigesetzten Gase und Dämpfe, Schutz des Personals und der Gebäudestruktur.
DesodorierungAbluftventilator vor oder nach einem Gaswäscher oder Filter, um die belastete Luft der Behandlung zuzuführen.
Chemikalienräume und ChlorlagerKontinuierliche Absaugung, in ATEX-Ausführung für Zone 2, wenn die Risikoanalyse dies erfordert.
⚠️ Achtung: Die Auslegung hängt vom Volumen der Bauwerke, der angestrebten Luftwechselrate und den Druckverlusten des Behandlungskreislaufs ab. Die Ingenieure von SEAT validieren den Betriebspunkt und die für Ihre Anlage geeignete Motorausführung.

Technisches Datenblatt und CAD-Dateien: frei zugänglich

Wir arbeiten täglich mit Planungsbüros, Systemintegratoren und Unternehmen zusammen, die weltweit Wasseraufbereitungsanlagen errichten. Was sie als Erstes von uns verlangen, sind verwertbare Daten: Leistungskennlinien, Abmessungen, CAD-Modelle, die sich direkt in ihre Zeichnungen integrieren lassen.

Das stellen wir ihnen zur Verfügung – und das schätzen sie am meisten: die vollständige Dokumentation des SEAT 35, direkt zugänglich, ohne Formular:

Zusammenfassung
In der Wasseraufbereitung gehen Gerüche und Korrosion Hand in Hand. Der SEAT 35 aus korrosionsbeständigem Polypropylen gewährleistet eine kontinuierliche und dauerhafte Absaugung von H₂S- und ammoniakhaltiger Luft – mit einem Bereich von 1.500 bis 9.000 m³/h, bis zu 1.500 Pa, einer ATEX-Ausführung für Zone 2 und der Möglichkeit zur Außenaufstellung. Technisches Datenblatt und CAD-Dateien stehen zum freien Download bereit.

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